Hintergrund Die Verwaltung des Landkreises Wittenberg betreibt drei Standorte in Wittenberg, sowie zwei Außenstellen in Jessen und Gräfenhainichen. Aufgrund schwacher WAN-Verbindungen wurde in jeder Lokation ein eigener NDS-Baum unter Netware 4.11 betrieben. Im Rahmen des Neubaus des Verwaltungsgebäudes sollte eine moderne, zukunftssichere IT-Infrastruktur in Betrieb genommen werden. Problemstellung In der Verwaltung des Landkreises Wittenberg sollte eine Hochverfügbarkeitslösung mit Hilfe von Novell Cluster Services 1.7 unter Novell Netware 6.5 entstehen. Es sollten fünf neue Server und ein Storage Area Network (SAN) mit einer Shared Storage und einer Tape-Library in Betrieb genommen werden. Im Zuge dieser Installation sollte eine Serverkonsolidierung erfolgen und die bisherige Multi-Tree-Umgebung zu einer Single Tree Umgebung migriert werden. Dazu mußte ein neuer Verzeichnisbaum entstehen, der den Anforderungen an ein modernes Verzeichnisdesign genügt. Weiterhin sollten Vorbereitungen getroffen werden, um ZENworks for Desktops zur Verwaltung der Client-PC’s einzusetzen. Entsprechende Hardware sowie die Installationsleistungen wurden ausgeschrieben. Die notwendigen Vorgaben zur Installation und Konfiguration, sowie die Abnahme der Dienstleistungen erfolgte durch die klopfer datennetzwerk gmbh im Auftrag der LeCoS GmbH. Die Lecos GmbH koordinierte die Beschaffung der Hard- und Software, führte die Planung der Infrastruktur aus und betreute die Ausschreibung und Übergabe. Ziel war ein Konzept, das Vorgaben zur Installation und Konfiguration der Soft- und Hardwarekomponenten beinhaltet. Es sollte sowohl ein stabiler Betrieb der IT-Infrastruktur gewährleistet sein, als auch eine spätere Erweiterung um Clusterknoten oder Storage-Ressourcen berücksichtigt werden. Kundenporträt Der Landkreis Wittenberg liegt im Osten Sachsen-Anhalts an der Landesgrenze zum Freistaat Sachsen und zum Bundesland Brandenburg. Die Verwaltung des Landkreises hat ihren Sitz in der Lutherstadt Wittenberg und ist zuständig für über 125.000 Bürger und Bürgerinnen. Hardware / Software - Novell Netware 6.5
- Novell Cluster Services 1.7
Problemlösung In enger Abstimmung mit dem Kunden und unter Analyse der vorhandene Umgebung entstand ein detailliertes Fein-Konzept mit folgendem Inhalt: - IP-Adresskonzept (300 IP-Knoten)
- DHCP-Bereiche
- Basis Security Konzept (Access-Listen))
- eDirectory Design mit Partitions- und Replikakonzept
- eDirectory Objekt- und Namenskonventionen
- SLP-Konzept
- Vorgaben zur Serverkonfiguration (5 Server)
- Hardwarekonfiguration
- Netwarekonfiguration
- Set-Parameter)
- Storage- und Clusterdesign (2-Knoten-Cluster)
- wachstumsfähiges Storage-Konzept (SAN)
- Richtlinien zur Konfiguration der Clusterdienste)
- Vorgaben zur Einrichtung von DHCP, DNS und Zeitsynchronisation
- NDPS-Druckkonzept
- Konzept zur Clientverwaltung mit ZENWorks for Desktops
- Vorgaben zur Einrichtung des Novell Clients und ZENWorks Management Agent
- Backup-Konzept
- Empfehlungen zur Migration
- Empfehlungen zum Server- und Clusterbetrieb
Einen Großteil des Konzeptes nahm die detaillierte, auf Erfahrungen und Referenzen beruhende, Vorgabe der Serverkonfiguration, sowie das auf Wachstum ausgelegte Storage-Konzept in Anspruch. Der Gesamtaufwand zur Konzeptionierung betrug 10 Arbeitstage. Fazit Die geplante Inbetriebnahme der Clusterlösung, sowie der Serverinfrastruktur konnte ohne Schwierigkeiten zum vorgegebenen Zeitpunkt erfolgen. Es waren nur noch minimale Anpassungen aufgrund der verwendeten Hardware (FSC Primergy Server, EMC² CX300 Storage) nötig. Aus diesem Grund konnte das Feinkonzept fast unverändert zur Dokumentation der Installation verwendet werden. |