AusgangssituationDas Rechenzentrum der Universität Leipzig stellt die IT-Infrastruktur für die Universität Leipzig bereit. Neben dem Serverbetrieb (auf Directory- und Fileserverebene primär auf Basis Novell Netware) verwaltet das Rechenzentrum ca. 600 Arbeitsstationen. Diese teilen sich auf in Mitarbeiterplätzte und sogenannte PC-Pools, in denen Arbeitsstationen bereitgestellt werden, die von Studenten genutz werden können.
ProblemstellungFür die PC´s der Studentenpools wird Microsoft Windows XP als Betriebssystem verwendet. Mit Hilfe von Novell ZENWorks 7 kann sich jeder Student mit Hilfe seiner Verzeichnisdienstkennung aus dem Novell eDirectory anmelden und erhält Zugang zu der Arbeitsstation. Diese Funktion wird dynamisch lokaler Benutzer (DLU) genannt. Über Richtlinien von Novell ZENWorks 7 wird der PC so weit abgesichert, dass Manipulationen, Softwareinstallationen u.s.w. an den Arbeitsstationen unterbunden werden. Eine Inventarisierung der Clients mit Novell ZENWorks und eine detaillierte individuelle Auswertung mit Hilfe eines von der Firma klopfer datennetzwerk gmbh entwickelten Anwendung ist ebenso im Einsatz. Gedruckt wird auf Novell Netware Warteschlangen, darauf basiert das Druckabrechnungssystem. Um den Studenten nun eine moderne Plattform bieten zu können, sollen die Pool-PC´s in verschiedenen Räumen mit dem aktuellen Windows Betriebssystem Microsoft Windows Vista bereitgestellt werden. Während des Projektes sind eventuell erforderliche Ausfallzeiten während der Öffnungszeiten der PC-Pools zu minimieren. Windows Vista wird von der eingesetzten ZEN Version 7 nicht unterstützt. Nach der Umstellung soll die Funktionalität der Windows Vista Clients (DLU, Richtlinien, Inventarisierung, Drucken) den Windows XP - Clients entsprechen. Produkt / LösungNovell beendete mit der Version 7 die Produktreihe Novell ZENWorks Desktop Management / ZENWorks for Desktop, offeriert aber gleichzeitig ein neues Produkt ZENWorks Configuration Management (ZCM) auf einer komplett neuen Architektur. ZCM unterstützt auch Microsofts aktuelles Betriebssystem Windows Vista. ProjektrealisierungGemeinsam mit dem Kunden wurde eine Realisierungsstrategie entwickelt und umgesetzt. Serverbasis für die ZCM - Installation ist ein Novell SLES 10 unter VMWare ESX. Die Architektur von ZCM ist im Vergleich zu ZEN 7 komplett anders. Die Bestandteile integrieren sich nicht mehr in das eDirectory, aber eine Anbindung des eDirectory ist als LDAP - Quelle möglich. Dies bietet aber auch den Vorteil einer „sanften" Migration, beide ZENWorks Produkte können parallel bestehen, und so kann eine Migration in die neue ZEN - Umgebung Stück für Stück erfolgen ohne eine produktive Installation anpassen oder aktualisieren zu müssen.
Nach der Serverinstallation von ZCM erfolgte die Anbindung an das eDirectory der Universität Leipzig und die Übernahme der bestehenden Richtlinien. Gerade die Sicherheits- und Einstellungsrichtlinien mussten jedoch für Windows komplett neu designt und erstellt werden. Die Erstellung von Softwarepaketen (bei ZCM „Bundles") u.a. zur Installation des ZCM-Agenten, des NovellClients, Windows Vista SP1/2 vereinfachten die Anbindung der Vista - Arbeitsstationen massiv.
Als problematisch erwies sich die Anbindung der Druckumgebung des Rechenzentrums der Universität Leipzig. Die Abrechnung der Druckaufträge erfolgt mit Hilfe eines Produktes namens PCounter, welches den Druck über Netware Warteschlangen voraus setzt. Die Möglichkeit, Netware Druckwarteschlangen zu nutzen ist von Novell jedoch im Novell Client für Windows Vista nicht mehr vorgesehen. Hier wurde von der Firma klopfer gmbh eine Lösung entwickelt, die auch Windows Vista Clients auf Netware Queues drucken lässt und somit eine Abrechnung ermöglicht.
Um den Studenten die Anmeldung am Novell Client zu erleichtern, wurde der Client entsprechend angepasst um Contextless LDAP-Login gegen das eDirectory zu nutzen. FazitDie PC-Pools des Rechenzentrums der Universität Leipzig, in denen mit Hilfe von Novell ZCM die Windows Vista Plattform bereitgestellt wird, werden sehr gut von den Studenten angenommen. Das RZ ist damit in der Lage, sowohl für die Studenten als auch für die Verwaltungsarbeitsplätze auch die aktuelle Windows Version für die Integration in die IT-Infrastruktur zu unterstützen. |