Netzwerk - Monitoring mit OpenSource Icinga und Cacti

Für nahezu alle Einsatzfälle geeignet ist das Open Source Gespann Icinga und Cacti,  die beide einen ähnlichen Ansatz verfolgen sich aber jeweils auf ein etwas abweichendes Anwendungsgebiet spezialisiert haben. 

Icinga ist ein weiterentwickelter Abkömmling („fork“) des bekannten Nagios und wertet primär Ereignisse und Schwellwerte aus, ist somit geeignet zum

  • Überwachen von Netzwerkdiensten (SMTP, POP3, HTTP, NNTP, PING, etc.)
  • Überwachen von Host-Ressourcen (Prozessorauslastung, Diskbelegung, usw.)
  • Überwachen von Datenbanken
  • Überwachen von Logdateien oder der Windows Ereignisanzeige
  • Überwachen von Infrastrukturgeräten und Diensten
  • Generieren von schwellwertbezogenen Benachrichtigungsszenarien (Pager, SMS, Email usw.)

Die Konfigurationen und Plugins sind kompatibel zu Nagios, so dass alle bislang entwickelten Erweiterungen größtenteils auch in Icinga genutzt werden können. Icinga kann auch als verteilte Serverumgebung installiert werden. Es werden mehrere Datenbank-Systeme unterstützt. Mittels Plugins können individuelle Visualisierungen oder Konfigurationstools eingebunden werden.

Cacti ist dagegen eine Anwendung die Messdaten periodisch sammelt und graphisch darstellt. Es wird hauptsächlich zur Überwachung der Auslastung verschiedenster Netzwerkkomponenten oder anderer IT-Systeme benutzt, es können aber auch Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und vieles mehr dargestellt werden. Durch die Verwendung von rrd-basierten Datenbanken ist ein effizientes Datenhandling gewährleistet.

Selbstverständlich können auch in Cacti eigene Erweiterungen integriert werden, wie z. B. Wheatermaps, Realtime-Überwachungen und Benachrichtigungen.