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Active Directory Aktualisierung und Einführung eines MS Windows Server 2008R2 - Clusters

Ausgangssituation

 Ein Schulungsunternehmen bietet verschiedene längerfristige Schulungen für insgesamt mehr als 700 Teilnehmer an. Diese Seminare sind zum Teil IT-gestützt. Außerdem hat dieses Unternehmen natürlich einen Verwaltungsbereich.

Die Authentifizierung der Nutzer bzw. Teilnehmer an den Arbeitsstationen erfolgt gegen eine Microsoft Active Directory auf Basis MS Windows 2000 Server bzw. ein Novell eDirectory auf Basis von Novell Netware 6.5. Diese Systeme stellen auch zentrale Datei- und Druckdienste zur Verfügung.

Problemstellung

Die Active Directory sollte aktualisiert werden, um u.a. eine optimale Windows 7 – Unterstützung zu gewährleisten. Die zentralen Domaincontroller, File – und Druckserver haben ihren Zenit längst überschritten und müssen dringend ersetzt werden. Bei der Konzeptionierung gab es zwei zentrale Prämissen: eine möglichst hohe Verfügbarkeit bei möglichst geringen Kosten.

Eine zentrale Storage in Form eine HP MSA 2324i stand bereits zur Verfügung. Dieses Storagesystem bietet eine performante iSCSI Anbindung, die MS Windows Cluster – Systeme unterstützt.

Ein Systemausfall während der Unterrichts- bzw. Verwaltungs-Arbeitszeiten im Rahmen einer Migrationsphase wird nicht toleriert.

Produkt / Lösung

Zum Einsatz kamen Server der Firma HP. Für bestimmte Servertypen wurden HP Proliant Server DL 360 G7 verwendet, für weitere Dienste wurde das bestehende Bladesystem HP Proliant BL200c um zusätzliche Blade - Einschübe aufgerüstet. Den zentralen Speicherplatz wird die HP MSA 2324i zur Verfügung stellen.

Als Betriebssystembasis steht MS Windows Server 2008 R2 zur Verfügung. Server werden teilweise mit Microsoft HyperV V2.0 virtualisiert.

Projektrealisierung

Basis für die Realisierung des gesamten Projektes bildete ein detailliertes Migrationskonzept, erstellt durch die Firma klopfer datennetzwerk gmbh. Dies half der Entscheidungsfindung für einzelne Schritte und diente als Handreichung für die einzelnen Projektschritte.

Nach der Dimensionierung und Beschaffung der Hardwarekomponenten begann die Aktualisierung der Active Directory. Hier erwies sich eine etwas aggressive Antivirensoftware als sehr problematisch, leider gerade in der kritischen Phase der Active Directory Schema – Aktualisierung. Nachdem dieses Problem erkannt und behoben wurde war die Schemaerweiterung der ADS auf das 2008 R2 Schema erfolgreich. Neue Domaincontroller mit MS Windows Server 2008R2 wurden in die bestehende ADS integriert und die Rollen und Funktionen auf diese übertragen. Die bestehende Active Directory wurde dann nach dem vorab aufgestellten Konzept vollständig restrukturiert und an neue Designanforderungen angepasst. Neue Gruppen und ein Massenimport neuer Nutzerkonten wurden mit Hilfe von Importtools, entwickelt durch die Firma klopfer datennetzwerk gmbh weitestgehend automatisiert. So wurde der Aufwand so gering wie möglich gehalten.

Im Anschluß daran begann der Aufbau der Virtualisierungsinfrastruktur mit Microsoft HyperV Version 2 unter MS Windows Server 2008R2. Hierbei wurden Windows Server auf dem Bladesystem installiert. Clusterfähige zentrale Storage für HyperV stellt die HP MSA 2324i zur Verfügung.

 Der Aufbau eines Microsoft Windows Cluster mit MS Windows Server 2008R2 wurde auch innerhalb des Bladesystems durchgeführt. Hier dient die HP MSA Storageeinheit ebenfalls den Speicherplatz.

Sukzessive wurden dann zentrale Dienste wie DHCP, Datei – und Druckdienste in die Clusterumgebung überführt. Neue Möglichkeiten des Windows Clusters unter MS Windows Server 2008R2 ermöglichen eine vollständige Trennung der einzelnen Clusterressourcen, was ein erheblicher Sicherheitsgewinn ist.

Nach einer vollständigen Überführung aller Dienste in die neu aufgebaute Windows Cluster und HyperV – Umgebung erfolgte eine Entfernung und Abschaltung der veralteten Server.

Fazit

Durch eine gute Mischung der Technologien zur Servervirtualisierung von Microsoft – HyperV und die Verwendung von Clusterfunktionalitäten auf aktueller Hardwarebasis u.a. auf einem Bladesystem und die Anbindung von Speicherplatz über iSCSI wurden die Prämissen der Migration, gesetzt durch den Kunden erfolgreich umgesetzt. Die zentralen Dienste der IT-Umgebung sind vollständig hochverfügbar. Hier helfen Clustertechnologien ebenso wie eine redundante Anbindung des Storage. Durch die Virtualisierung der verschiedenen Serversysteme wurden Investitionskosten für Hardwarebeschaffung minimiert.

Dem Kunden steht damit eine hochverfügbare leistungsfähige Basis für die IT – Infrastruktur zur Verfügung. Das Projekt war damit ein voller Erfolg.